getu bürglen bereitet sich auf den Saisonabschluss und die nächste Saison vor

Magnesiastaub, zwickende Muskeln und viele neue Eindrücke: Diese und viele weitere schöne Momente konnten im jährlichen Trainingslager im Prättigau vom 07.-11. Oktober 2017 gesammelt werden. Nicht nur die SM Teilnehmerinnen perfektionierten ihre Übungen, auch die Jugendkategorien tasteten sich an die nächst höhere Kategorie heran.

Am frühen Morgen des 07.10.2017 trafen sich die 35 Turnerinnen beim Bahnhof Flüelen ein, um ihre Reise nach Schiers anzutreten. Das Gepäck mit den Trainingskleidern, Turndress mitsamt Reck- und Ringhandschuhe wurden in den Gepäcktransporter geladen und die Turnerinnen konnten so mit leichtem Gepäck die Reise mit dem Zug beginnen. Die Vorfreude war deutlich zu spüren besonders auch bei den «Lagerneulingen». Die Jüngsten unter ihnen bekamen ein Lagergotti zugewiesen, welche zu ihren kleinen Schützlingen hervorragend aufpassten. Nach einer, wegen Platzmangel viel stehender Zugfahrt, kam die Gruppe immer noch gut gelaunt bei der Unterkunft in Schiers an. Die erste Neugier über die Zimmergenossen wurde enthüllt und die Zimmer wurden in Beschlag genommen. Bald darauf wurde auch die Mensa der Evangelischen Mittelschule inspiziert, wo die Trainingsgruppe jeden Tag mit feinen Köstlichkeiten verwöhnt und gestärkt wurden.
Die Zeit jedoch drängte und kurz darauf beschlagnahmten die Turnerinnen zwischen acht und 20 Jahren den «Spielplatz», die Turnhalle Oberhof, welche sich lediglich wenige Meter von der Unterkunft und Mensa befindet. Nach eigenem Gusto wurde die Turnhalle eingerichtet und nach dem Vorstellen des Trainerstaffs ging es direkt los mit dem Aufwärmen durch eine Leiterin. Als Trainer im Einsatz waren Barbara Wipfli, Bernadette Zgraggen, Laura Vorwerk, Nadine Gisler, Vanessa Baumann, Karin Gisler, Kurt Gisler, Sonja Tramonti, Yvonne Welti, Isabel Danioth, Erich (Igu) Baschung (extern) und Geraldine Knellwolf (ebenfalls extern). Es wurde während den nächsten Tagen eifrig an einzelnen Elementen gefeilt, neue Sachen ausprobiert, geschwitzt, getanzt, gelacht, auf die Zähne gebissen, gespielt und sehr sehr viel trainiert. Das Training begann morgens um 08.30 Uhr und endete jeweils um 17.30 Uhr. Mit leckeren Zwischenverpflegungen durch die zwei Lagermamis (Barbara Gisler und Nicole Schuler) konnten die angebrauchten Energiespeicher wieder etwas aufgefüllt werden.
Aus Ausgleich gestaltete jede Turnerin am Sonntag ihr eigenes Lager T-Shirt, was bestimmt eines von mehreren Highlights war. Manches versteckte Talent kam zum Vorschein und wurde von Andern bewundert. Am Montag traten erste Ermüdungserscheinungen hervor. Da kam eine gegenseitige Massage mit einem Noppenball und Entspannungsmusik als Ausgleich gerade recht. Am Dienstag wurde beim Ausgleich nochmals neue Energie für die verbleibenden Tage getankt. Entweder durch Yoga oder durch kooperative Spiele für den Teamzusammenhalt konnte wieder neue Kraft eingesogen werden, um die nächsten Trainingsstunden nochmals Best möglichst zu nützen.
Am Abend schwelgten einige Turnerinnen und Leiter in alten Erinnerungen durch altes Videomaterial von früher. So waren nicht nur die Turnerinnen überrascht, was die jetzigen Leiter damals als Turnerin gezeigt hatten, sondern auch die Leiter kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Am Mittwochmorgen herrschte Aufbruchstimmung. Schon früh wurden die sieben Sachen gepackt und für den Gepäcktransport bereitgestellt. Die Turnerinnen nützten die Möglichkeit noch aus, ein letztes Mal im Trainingslager von dem kompetenten Leiterteam zu profitieren. Besonders auch die SM-Teilnehmerinnen nützten jede Gelegenheit um sich optimal auf die bevorstehende Schweizermeisterschaft vorzubereiten. Am Mittag wurde der letzte Magnesiastaub von den Händen gewaschen und es machten sich alle für die Heimreise bereit.
Auf der Heimreise wurde dann sichtbar, wie fest die Gruppe im Lager zusammengewachsen ist. So kamen in Flüelen alle mit derselben Haarfrisur (zwei geflochtene Zöpfe) glücklich aber müde an. Die Lagerleitung kann auf gelungene Lagertage zurückschauen mit nur wenigen Verletzungen und vielen glücklichen Gesichtern. Einige Turnerinnen können es kaum erwarten, bis im nächsten Herbst das Lager wieder stattfindet.