Letzter Feinschliff vor den Schweizermeisterschaften

Getu Bürglen verbringt fünf intensive Trainingstage im Prättigau. Die jüngeren Turnerinnen tasten sich an neue Elemente heran während sich die Aktivturnerinnen auf den Saisonhöhepunkt – die Schweizermeisterschaften – vorbereiten.

Am Samstagmorgen, 5. Oktober 2019, trafen sich die Turnerinnen des Getu Bürglen am Bahnhof Flüelen, um sich auf die Zugreise nach Schiers zu begeben. Das Trainingslager ist neben unzähligen Wettkämpfen ein wichtiger Bestandteil des Jahresprogramms.
Nach der Ankunft in Schiers konnten die Turnerinnen ihre Zimmer bei der Evangelischen Mittelschule beziehen. Bald startete dann bereits das erste Training. Die Athletinnen durften sich auf eine intensive Woche mit bis zu siebeneinhalb Trainingsstunden pro Tag freuen.
Für die jüngeren Turnerinnen ist das Trainingslager immer eine Gelegenheit, neue Elemente auszuprobieren oder bereits Übungen für die nächste Wettkampfsaison einzustudieren. So lernten die jüngsten Teilnehmerinnen den Saltoabgang von den Schaukelringen. Ebenfalls konnten viele Turnerinnen erstmals einen Flic-Flac am Boden turnen. Zur Auflockerung durfte das Herumtoben auf dem Riesentrampolin und in der Schnitzelgrube natürlich auch nicht fehlen.
Die erfahreneren Turnerinnen, die sich für die Schweizermeisterschaften im kommenden November qualifiziert haben, konzentrierten sich auf ihre Wettkampfübungen. Mit Zeitlupenaufnahmen und Videoanalyse konnten die Übungen bis ins letzte Detail inspiziert werden. Eine grosse Hilfe waren auch die externen Leiter: Marco Riedi, Pascal Schneider und Erich Baschung unterstützten die Turnerinnen tatkräftig.
Damit sich die Athletinnen zwischen den Trainingseinsätzen erholen konnten, bereiteten die „Lagermamis“ jeweils Znüni und Zvieri vor.
Ausgleich zum Geräteturnen
Neben Lektionen an den verschiedenen Geräten gab es auch ein Ausgleichsprogramm. Um die Eleganz, die vor allem beim Bodenturnen gefragt ist, zu fördern, konnten sich die Turnerinnen mit Hilfe von Irina Kempf am Ballett versuchen.
Am dritten Lagertag waren die Muskeln bereits etwas erschöpft. Die jüngeren Turnerinnen nutzten den Ausgleich für eine gegenseitige Massage. Die Athletinnen der höheren Kategorien hingegen lernten Posen des restorativen Yogas.
Um einzelne Turnelemente besser zu verstehen, zerlegten die Lagerteilnehmerinnen Bewegungsabläufe in einzelne Posen und versuchten, diese bildlich zu veranschaulichen.
Am Mittwochmorgen konnten die allmählich erschöpften Turnerinnen ihre verbleibende Energie ins letzte Training investieren. Am Mittag wurden alle Teilnehmenden mit einem Lunchsäckli für die anschliessende Rückreise ins Urnerland ausgestattet.
Das Trainingslager, unter der Leitung von Barbara Wipfli und Nadine Gisler, war ein voller Erfolg. Die Geräteriege darf auf ein fast unfallfreies Lager zurückblicken.

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