Geräteriege Bürglen frischt ihr Können im Trainingslager auf

In Schiers wurde hart trainiert. Die Turnerinnen konnten viele wirksame Tipps entgegen nehmen. Auch der Spass fehlte nicht.

Muskelkater und Blasen an den Händen: Diese Andenken brachten die Mädchen der Geräteriege Bürglen vom Prättigau nach Hause. Neben dem Unangenehmen sind es aber vor allem viele positive Erinnerungen, welche vom traditionellen Herbsttrainingslager übrig bleiben. Vom 4. bis 8. Oktober trainierten die jungen Frauen im Alter von 9 bis 17 Jahren im bündnerischen Schiers.

Los gings am Samstag 4. Oktober. Die Bürglerinnen trafen sich schon früh am Morgen in Flüelen, um mit dem Zug nach Graubünden zu fahren. Die Evangelische Mittelschule in Schiers diente als Verpflegungs- und Übernachtungsstätte. Nach dem Zimmerbezug und Mittagessen ging es bereits in die Halle, wo es die ganzen Gerätschaften aufzustellen galt. Die Kategorien 2 und 3 waren dieses Jahr das erste Mal mit dabei.

Der Tagesablauf zog sich wie ein roter Faden durchs ganze Trainingslager. Tagwache 07.00 Uhr; ein ausgewogenes Frühstück um 7.30 Uhr; Trainingsbeginn um 8.30 Uhr. Am Morgen und am Nachmittag gab es zwischen den Trainingseinheiten jeweils 20 Minuten Pause. Barbara Gisler – Poletti hatte dafür jeweils selbstgemachten Kuchen, Früchte und sonstige Naschereien bereit. Um 17.30 Uhr genossen die Turnerinnen die langersehnte Dusche. Nachtessen gabs um 18.30 Uhr in der Mensa der Evangelischen Mittelschule. Die Nachtruhe hielt am ersten Abend jedoch noch nicht sofort Einzug.

Die SM-Teilnehmerinnen wurden zusätzlich von externen Leitern, Erich Baschung und Reini Hutter unter die Fittiche genommen. Aus der Bürgler Riege gaben Lilian Gisler, Karin Müller, Reto Zgraggen, Barbara Gisler, Raphaela Zgraggen, Raphaela Vorwerk und Bernadette Zgraggen ihr Wissen weiter. An den Übungen wurde bis ins Detail gefeilt. Dafür wurde auch das iPad eingesetzt, mit dem gefilmt wurde und mit dem der Trainer seine Korrekturen erläuterte. So war es möglich, dass die Turnerinnen den zuvor gemachten Sprung oder Übung mit etwas Verzögerung auf dem Bildschirm ansehen konnten. Die Jüngeren profitierten ebenfalls vom Wissen und Können der Älteren. Den Saltoabgang an den Ringen versuchten die unteren Kategorien alle. Nach den Trainings waren alle müde. Doch die Energie reichte noch, um sich in der Schnitzelgrube so richtig auszutoben.

Als Ausgleich zum Geräteturnen führte Physiotherapeutin Vanessa Baumann die Lagerteilnehmerinnen ein Stück weit in die Kunst des Tapings ein. Brosi Arnold war für das Mentaltraining zuständig. Barbara Gisler zeigte den Mädchen auf spielerische Art, dass es nur im Team funktionieren kann.

Am Sonntag wurde ein Spielabend durchgeführt. Jede Turnerin musste dabei ein Spiel bewältigen und hatte dafür jeweils drei Versuche zugut. Die Perfekte Minute, wo man Bananen-Polo, Becher stapeln, Haargümmeli spicken usw. spielte.
Am Mittwoch hiess es dann wieder Aufräumen und Abschied nehmen. Ein abwechlungsreiches Trainingslager endete um 16.45 Uhr am Bahnhof Flüelen, wo die müden Turnerinnen von ihren Eltern wieder in Empfang genommen wurden.
Recht herzlichen Dank allen Sponsoren, welche sich mit Naturalgaben oder Geldspenden erkenntlich zeigten, den Gepäcktransporteuren, allen Leitenden welche zum guten Gelingen des Lagers beigetragen haben. Denn ohne sie wäre diese Durchführung gar nicht möglich.