Geräteturnerinnen verpassen Medaille hauchdünn

Zwei Auszeichnungen gab es an den Schweizermeisterschaften für die Bürgler Geräteturnerinnen. Livia Zgraggen verpasste die Bronzemedaille haarscharf um einen Zehntels Punkt.

Die Turnerinnen des Gym Centers Emme, Utzensdorf, freuten sich, erstmals in der Vereinsgeschichte den Final der Schweizermeisterschaften im Einzelgeräteturnen durchzuführen. Freude, Spannung, Emotionen und eine einmalige Stimmung spornten die Turnerinnen zu Höchstleistungen an. Teilnahmeberechtigt waren die je 40 bestklassierten Turnerinnen der Kategorien 5, 6 und 7 aus den Schweizer Mannschafts-Meisterschaften. Von der Geräteriege Bürglen konnten sich 3 K5 Turnerinnen und eine K6 Turnerin für den Saisonhöhepunkt qualifizieren.

Livia Zgraggen verpasst die begehrte Medaille haarscharf

Beim ersten Gerät, dem Boden, war die Nervosität der Bürglerinnen in der Kategorie 5 sichtlich spürbar. Chiara Gisler liess sich während des Wettkampfes äusserlich nichts anmerken und zeigte eine souveräne Bodenübung, welche sie sauber und sicher geturnt hatte. Dafür erhielt sie die Note 9,35 gutgeschrieben. An den Schaukelringen trumpfte Livia Zgraggen mit der zweithöchsten Tageswertung (9,40) auf. Sie zeigte dem Publikum, dass sie den Rhythmus in der Luft voll ausschöpfen konnte. Nora Schillig, welche durch einen gestauchten Daumen und einer groben Erkältung handicapiert am Start war, konnte trotzdem an den Ringen ihr Potential ausschöpfen und sie beendete ihre Übung mit einem sicheren Stand. Am Sprung konnten leider alle drei Athletinnen nicht ihre gewohnte Leistung zeigen, dafür gelang Livia Zgraggen und Chiara Gisler eine gelungene Reckübung. Sie zeigten dabei sehr schöne und hohe Unterschwünge, während Nora Schillig die Auszeichnung an ihrem Paradegerät mit einem Sturz vor dem Abgang vergab. Schlussendlich reichte es Livia Zgraggen mit der Gesamtpunktezahl von 37,10 auf den undankbaren 4. Platz, nur gerade einen Zehntels Punkt hinter der drittklassierten Anna Frick. Chiara Gisler kam auf den 15. Schlussrang und erhielt zusammen mit Livia Zgraggen ebenfalls die begehrte Auszeichnung bei der Siegerehrung.

In der Kategorie 6 konnte sich als einzige Urnerin nur Marina Zgraggen, die das erste Jahr in dieser Kategorie startete, für die SM qualifizieren. Am Sprung musste sie beim gebückten und gestreckten Salto Abzüge bezüglich Höhe und Aktionsphase in Kauf nehmen. Auch bei der Reckübung gab es Abzüge, weil der „Aufgang mit Durchschub“ nicht sauber geturnt wurde. Für die Bodenübung, wo sich beim Rondat gefolgt vom Flic-Flac kleinere Haltungsfehler einschlichen erhielt Marina Zgraggen die Note 9,15. An den Schaukelringen konnte sie sich gegenüber dem Halbfinal deutlich steigern. Leider fehlten bei der Siegerehrung mit 36,15 Punkten nur gerade winzige fünf hundertstel Punkte zur Auszeichnung.
„Leider ist bei meinen Turnerinnen nicht alles nach Wunsch gelaufen, trotzdem dürfen sie mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein, denn sie können stolz sein, zu den besten 25 Turnerinnen der Schweiz zu gehören“, so das Fazit von Trainerin Lilian Gisler.

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